Ende Gelände. Zusammenfassung und Resümee

Nun sind wir bereits fast eine Woche wieder im Lande und finde kurz Zeit ein wenig zusammenzufassen.‘
Die Fakten:
4.804 km sind wir gereist.
7 Campingplätze und 1 Stellplatz (Istanbul) haben wir angefahren.
18,4l LPG haben wir auf 100km im Schnitt verbraucht (Bei etwa 0,55 Durchschnittskosten).

Region:
Südosteuropa/Balkan haben wir für uns jetzt mal durch. Ausser dem Kosovo (Der uns einfach nicht mehr gefreut hat) haben wir alle Länder (HR, BIH, AL, SRB, RO, BG, TR, MK, GR, H) mehr oder weniger intensiv bereist. Klar kann man alles noch viel intensiver machen und das wird auch mal wieder so werden aber derzeit haben wir aus unserer Sicht genug. Ich liebe den Balkan, ich liebe es wenns zumindest noch ein klein bisschen nach Abenteuer klingt. Ich mag die Freundlichkeit. Ich mag die Einfachheit der Plätze und ich mag die große Diskrepanz zwischen schön und hässlich die sich auftut. Ja und ich mag auch das hässliche Gesicht. Mich erschrickt die Armut und und der Prunk. Wir wurden nie bestohlen, bedrängt und haben uns immer sehr sicher und willkommen gefühlt. No overtourism there. Es fehlt uns der kulinarische Witz, die Kreativität und Feinsinnigkeit in der Küche aber das machen wir dann am Campingplatz eben selber. Es fehlt uns jegliches Bewusstsein der Menschen für die Umwelt und Eigenverantwortung für den Müll (Auf Rastplätzen o.ä.).

Infrastruktur:
Der Großteil der Fahrten war auf schönen Strassen. Auch das Landstrassennetz ist gut zu befahren. Natürlich gibt es zwischendurch mal schlechtere Teile aber das hab ich in Deutschland mittlerweile öfters als am Balkan. Man merkt auch von Jahr zu Jahr wie Lücken im Fernstrassennetz geschlossen werden. Am schwierigsten fanden wir Rumänien zu bereisen. Aber vielleicht haben wir unglückliche Routen gewählt.

Campen:
Die Plätze sind oft noch rar. Beispiel? Camping.info sagt: Frankreich 8.800 Plätze. Bulgarien 35. Beides Extrembeispiele aber das Bild stellt sich schon so dar. Reservierung wird meistens nicht entgegengenommen. Einfach hinfahren. Wer gerne ein Bad und Klo wie zu Hause möchte sollte nicht in diese Region fahren. Wir sind recht schmerzfrei. Ich hab beim Klogang immer eine Desinfektionsspray und eigenes Papier. Dann komme ich zurecht. Warmwasser gabs (fast) immer. Alles andere ist Glamping *hahaha*. Stadtbesichtigungen muss man gut planen, weils oft keine passenden Campingplätze gibt. Standplatz haben wir nur in Istanbul gewählt. Das könnte eine Alternative sein wenn man sich drauf einlässt.

Unsere Erkenntnisse:
In den letzten Jahren versuchen wir immer herauszufinden und zu optmieren was uns denn selber am meisten gefällt, wie wir unseren Urlaub gestalten. Dabei kann man es auf wenige Worte bringen. Kurze Standzeiten, weniger Strand, mehr Natur. Was meine ich damit.
Wir wollen nicht lange auf einem Platz bleiben weil uns auch das Reisen an sich recht Spass macht. Weiters haben wir heuer entdeckt, dass eine Wanderung in der Natur etwas ist was uns echt abholt und wir gemeinsam geniessen können. Dafür ist ein ganzer Strandtag fast schon zuviel für uns. Also kann man eine Reise in Zukunft dahingehend planen. Es reicht wenn es einen Pool gibt in den man am Abend mal schnell abkühlen kann. Der Süden wird im Moment weiterhin unsere Grundrichtung bleiben. Aber es wird uns in den Westen ziehen. Voraussichtlich.
Unser Patchwork war heuer zum Ersten mal zu dritt (Also ohne meinen Sohn Lorenz) unterwegs und es hat trotzdem alles wunderbar geklappt. Natürlich war ich ein wenig Wehmütig aber das gilt es jetzt auch zu lernen.
Technisch sind wir optmiert. Der kleine Kocher für draussen, der Griller das Kochgeschirr. Uns fehlt es an nichts mehr für unseren Campingalltag. Manche Sachen werden sogar weniger.

Hier endet nun der aktuelle 2019er Blog. Danke an alle die mitgelesen haben. Ich freue mich Fragen beantworten zu können oder Anregungen für den ein oder anderen dabei gehabt zu haben.

Alles Liebe
Die Auges

Ich will nichts versäumen:
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