Südbalkan und Griechenland. Blogversuch #2

Liebe interessierte Mitleser,

ich starte nochmals den Versuch diesen Blog hier aktiv zu betreiben.
Nach einer kurzen Reise durch Südpolen steht nun im August unsere neue #Experience an.
Nach langen Recherchen werden wir über Zagreb, Belgrad nach Skopje (Mazedonien, FYROM, Nordmazedonien oder wie es gerade heisst) fahren.
Recherche wie?
Trotz allem Internet verlasse ich mich beim Recherchieren eher auf Bücher. Und natürlich auf Straßenkarten. Mittlerweile erstelle ich auch eine Excel in dem ich die Tage aufliste und mache einen groben Plan wann man wo ist, was man tun könnte, wie viele KM zu fahren sind, wie die Fahrzeiten aussehen könnten und welcher Campingplatz passt. Für die Campingplätze verwende ich fast ausschließlich www.camping.info. ADAC ist mir zu selektiv und in Regionen außerhalb des Mainstreams zu wenig aktiv.

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In den folgenden Tagen VOR der Abfahrt schildere ich welche Gedanken ich zur Planung habe und wie wir uns vorbereiten auf den etwa 3,5-Wöchigen Trip durch den Südbalkan und Griechenland.
Hoffe auf Euer Interesse und verbleibe,
herzlichst
Auge

Der Tag vor der Abreise

Als Musiker hab ich nicht den Luxus am Tag vor der Abreise (die bei uns immer Sonntags erfolgt wegen der Staus und der LKWs) viel Zeit zu haben. Daher gibt es im Kopf eine Checkliste. Schnell überlegt…

  • Reifendruck PKW und Anhänger
  • Trinkwasser
  • Kühlgeräte vorkühlen
  • Volltanken (Diesel ist in Ö billiger als fast überall)
  • Scheibenwasser
  • Motoröl
  • Alte Checklisten nachchecken ob alles mit ist. Und übrigens. Alles ist nie mit. Wir haben immer den Spass wann wir wohl drauf kommen was wir diesmal vergessen haben. Dazu sind wir viel zu wenig strukturiert.

Morgen gehts los über Marburg – Zagreb und Belgrad soweit meine Fahrkonzentration und Wachheit halt so reicht.

LG
Auge

Tag #1&2 Skopje

#1 Sonntag:
Nun sind wir also auf Tour und ich versuche zwischen den Aktivitäten mal kurz den Blog zu ergänzen.

Die Fahrt verlief wie geplant und im grossen und ganzen sehr problemlos. Nur die Grenze SLO/HR (30 min.) und die Grenze SRB/MK (1,5h) haben etwas genervt. Dafür war diesmal zwischen HR/SRB kein Problem. Die Nacht auf der Raststätte etwa 50km südlich von Belgrad war auch unproblematisch.

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#2 Montag:
Etwa gegen 10 Uhr VM gings weiter Rtg. Skopje. Bis auf die oben erwähnte Grenze no problem.
Die GPS Daten für den Campingplatz beim Hotel Bellevue waren korrekt und wir konnten einchecken und einen feinen schattigen Platz entern.
Nach einer kurzen Rast ging es mit dem eigenen PKW rein nach Skopje. Man muss sich nur trauen dann sind solche Städte einfach zu befahren. Und meist Autofreundlicher als bei uns. Bezahlparkplätze gabs genug und so konnten wir Skopje Zentrum fein erforschen. Die Stadt hat einen sehr protzigen „offiziellen“ Teil und eine wirklich nette Altstadt
Ein paar Eindrücke vom ofiziellen Skopje:

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Und etwas Altstadt:

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Bei der Rückkehr auf den Campingplatz erwartete uns eine böse Überraschung. Im angrenzenden Hotel würde eine Hochzeit gefeiert (Montags ?!?) mit ohrenbetäubender mazedonischer Livemusik. Um 22:00 war das noch witzig. Aber um 02:00 war noch immer volle pulle Lautstärke. Ein Wohnwagen mit Aufstelldach dämmt den Lärm nicht wirklich. Um 02:30 war erst schluss. Erholsam ist anders….

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Tag #3 Matka Canyon, Vrelo Cave

Am Tag #3 (Dienstag) unserer Reise haben wir einen Ausflug zur Matka Schlucht und der Vrelo Höhle gemacht. Das ist vom Campingplatz aus etwa eine halbe Stunde Fahrzeit. Die Zufahrt ist sehr schlecht und man sollte nicht mutig sein sondern das Auto ehest abstellen. Wir hatten Glück und ein Auto fuhr gerade weg, so das wir einen feinen Parkplatz bekommen haben.

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Dann ist es ein kurzer Fussweg in die Schlucht hinein. Nach dem Staudamm beginnt der sehr schöne Stausee der in einen richtigen canyon eingebettet ist. Hier kann man diverse Bootsfahrten buchen. Entweder reine Canyonfahrten oder Fahrten zu den Vrelo Höhlen. Die Vrelo Höhle ist ein kleiner Teil eines Höhlensystem, dass zu den grössten in Europa zählt. Das meiste davon ist Unterwasser und etwa bis 240m tief.
Hier ein paar Bilder der Fahrt und der Höhle selber.

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Danach haben wir uns noch ein wenig in einen Gastgarten gesetzt. Alles recht gemütlich und freundlich.
Nach der Rückkehr auf den Platz haben wir etwas gerastet. Am Abend sind wir nochmals in die Altstadt Skopjes. Die Burg war schon nächtlich verschlossen aber wir wollten unbedingt in einem der Lokale etwas essen. Das war sehr schmackhaft und stimmungsvoll

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Diesmal wars ruhig am Platz und wir konnten den Schlaf vom Vorabend nachholen 😉
LG
Auge

Tag #4 Reise zum Ohridsee

Tag #4 Mittwoch:
Nachdem der Raum Skopje aus unserer Sicht soweit erkundet war (Man kann natürlich viel mehr Zeit in diesen Grossraum investieren aber wir wollen ja eher einen Eindruck bekommen als alles in Detail zu erforschen) machten wir uns auf den Weg nach Struga am Ohridsee. Zuerst Autobahn und dann Schnellstrasse. Da wir aber das Land etwas besser kennenlernen wollten wählten wir die Route über den Mavrovo Nationalpark.

Die Strecke war sehr LKW arm und generell nicht viel befahren. Auch der Zustand war tadellos. Die Ausblicke zum Teil atemberaubend.

Die Ankunft am Campingplatz Rino in der Nähe von Struga war herzlich. Sofort bekamen wir einen Espresso und einen Raki in die Hand gedrückt und konnten einen schönen schattigen Platz für uns besetzen. Der Platz liegt direkt an dem riesigen See.

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Den Abend verbrachten wir im platzeigenen Lokal und genossen die lokalen Speisen.
Wiedermal lärmte eine Hochzeit bis tief in die Nacht durch den ganzen Ort alledings diesmal etwas weiter weg udn so konnten wir uns erholsam ausschlafen.

Tag #5 Vevcani und Ohrid. Kleine Rundfahrt.

Tag #5 Donnerstag:
Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang direkt am See und einem feinen Frühstück (Baked Beans, Speck, Ei, ….)

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haben wir uns auf den Weg gemacht um Vevcani zu erkunden. laut Reiseführer ist Vevcani ein Dorf an einem Berghang, dass sich bereits zu Titos Zeiten zur eigenen Republik erklärt hat, die natürlich nicht anerkannt ist. Allerdings hat das eigensinnige Dörfchen geschafft die Landflucht einzudämmen und attraktiv zu bleiben. Es gibt viele Wasserquellen im Ort und der Ort ist beschaulich hübsch und sehr gut erhalten.

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Wir haben auch ein Lokal gefunden in dem wir uns richtig wohl fühlten und uns verwöhnen liessen. Sehr netter chef, sehr nette Bedienung. generell fällt auf, dass Mazedonien ein unheimlich freundliches Land ist.

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Fast hätte uns ein Gewitterregen überrascht und so sind wir im schweren regen nach Ohrid gefahren um diese Stadt, die immerhin UNESCO Kulturerbe ist, mal zu erforschen.
Das Auto war schnell geparkt aber dann haben wir uns beim Fussweg doch etwas verfranst und sind einen schönen aber sehr langen Umweg rund um die Burg gegangen um die wunderschöne Altstadt zu erreichen.

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Die Altstadt ist wirklich wunderschön am Hang zum See hin gelegen. Ein Juwel. Wir haben ein paar Drinks genossen und die schöne Altstadt etwas durchwandert. Very nice.
Das kann man alles wirklich empfehlen. Der immerpräsente See und diese wunderbare Stadt. Schön. Müde ging es zurück zum Platz und der Abend wurde gemütlich am Campingplatz verbracht.

Tag #6 Reise zu den Meteora Klöstern über Albanien und Kastoria

Tag #6 Freitag:
Nach gemütlichem Frühstück haben wir uns zusammengepackt um nun die Reise nach Griechenland, konkret zu den Meteora Klöstern anzutreten. Wir haben uns für die Route durch Albanien entschieden. Unter anderem weil wir das Land sehr mögen und so der Stadt Korce einen Besuch abstatten konnten.
Hier der Reiseverlauf aus Google Maps.

Der Grenzübertritt nach Albanien war sehr unkompliziert und schnell, so dass wir auf recht schönen Strassen schnell vorankamen. Immer am Ufer des Ohridsees entlang was wirklich schön war. Dann ging es schon auf Korce zu. Einfach mit dem Gespann rein ins Zentrum und hoffen. Siehe da. Ein Parkplatz mitten vor dem grossen Kirche wo das ganze Gespann Platz hatte und der gegen kleine Gebühr auch bewacht war.

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Korce ist das was man von Albanien erwartet. Wild, heiss, schön, sympathisch. Die orthodoxe Kirche wunderschön hergerichtet und die zentrale Fussgängerzone sehr belebt. Auch ein Bierfest hätte es gegeben. Leider war das nicht eingeplant. Mist.

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Nach etwas bummeln und sehr guten Crepes ging es weiter durchs Land bis zur griechischen Grenze wo wir auch wieder gut durchkamen. Eine weitere Zwischenstation war dann Kastoria. Eine Altstadt die in den See hinengebaut wurde. Kastoria ist das Zentrum der griechischen Kürschnerei. Entweder lag es an der Uhrzeit oder dem Tag. jedenfalls war kastoria komplett ausgestorben und vermittelte eher ein morbides Ortsbild. Keine südländisches Feuer sondern das Gefühl einer Geisterstadt. Korce war da ganz anders.

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Dann ging es zuerst auf sehr schöner Autobahn und dann auf Bergstrassen ind tadellosem zustand weiter nach Kastraki am Fusse der Meteoraklöster. Camping Vrachos Kastraki war unsere Wahl. Schneller checkin und ein schattiges Plätzchen gesucht. Der Blick vom platz bzw. vom Ort aus beeindruckt schon nachhaltig!

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Auf der Suche nach etwas zum grillen fanden wir eine Metzgerei die noch sehr im alten Stil gearbeitet hat. Direkt neben den fleischstöcken hat man auf seine Bestellung gewartet. Der Geruch entsprechend. Aber alles sauber und auch sehr lecker.

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Nach einer Abkühlung im platzeigenen Pool dann geschlafen in Vorfreude auf die Klosterbesichtigungen.