Pässe, Karten, GPS Daten & Co.

Bei Reisen die aus der EU raus und in sog. Drittländer führen muss man auf ein paar Dinge achten was die Papiere angeht.

  • Pässe:
    Sollten nicht abgelaufen sein. Die Grenzübergänge zB zwischen Ungarn und Serbien sind nicht spassig aufgelegt. Da gibt es kein Augenzudrücken wenn was ned passt.
    RICHTIG!

    Reisepass

    FALSCH!

    edf

    Diese gelochte Reisepass ist ungültig und hat an der Kroatischen Grenze etwas für Unmut gesorgt. Nach Serbien kommt man mit sowas sicher nicht rein.

  • Grüne Versicherungskarte:
    Bei manchen Grenzübergängen (Montenegro, Albanien) wird die grüne Versicherungskarte für PKW UND Wohnwagen kontrolliert. Also checken ob dabei und nicht abgelaufen.
  • §57a vulgo Pickerl:
    In Österreich gilt ja ein Überziehungsrahmen beim Pickerl. Nicht in allen Ländern ist das bekannt bzw. anerkannt. Also unbedingt rechtzeitig noch machen sonst könnte es Probleme bis zur Stilllegung geben.
  • Strassenkarten:
    Navis sind toll. Auch GoogleMap. Aber eine gute Strassenkarte ist nicht zu erstetzen. Der Überblick und die jederzeitige Verfügbarkeit. Rechtzeitig besorgen und bereits bei der Planung verwenden. Routen einzeichnen. Punkte markieren.

    edf
  • GPS Daten. POIs:
    Rechtzeitig die GPS Daten der wichtigen Campingplatze und anderer wichtiger Plätze recherchieren und ins Navi Tippen. Adressangaben sind unzuverlässig!
  • Post-Its in den Reiseführer:
    Wichtige Dinge die man gerne ansehen oder befahren möchte werden im Urlaubsalltag gerne vergessen bzw. gehen im Trubel unter. Daher in den Reiseführern Post-Its reinkleben um immer wieder ganz schnell checken und die Route anpassen zu können.

    edf

Vorbereitung Technik

Bei einer längeren Reise gilt es auch die Technik im Blick zu behalten. Die vielen Jahre und weiten Strecken haben mich gelehrt, dass es einfacher ist daheim noch etwas zu verbessern als auf der Strecke.

Ein Wohnwagen ist etwas eher einfaches und daher überschaubar. Und vorausgeschickt. Ich hatte noch nie eine Panne mit dem Wohnwagen. Obwohl der Vorgänger ein 1980er Touring Troll war. Ja. Das Rücklichcellon ging mal flöten aber das sei verziehen und hat uns nicht aufgehalten.

Nun aber tacheles. Was kontrolliere ich vor der Abfahrt:

  • Anhängekupplung:
    Moderne Kupplungen haben eine Anti-Schlinger Kupplung die mit Reibbelägen ausgestattet ist. Da gibt es ein Manual vorgeschriebenes Prozedere wie man das prüfen kann. Dauert nur wenige Sekunden. Diese Anti-Schlinger Kupplungen sollen verhindern, dass der Anhänger sich aufschaukelt. Zu diesem Thema der Fahrdynamik werde ich mich später mal verbreitern.
edh
  • Reifen:
    Der Reifenverschleiss eines Anhängers ist gering daher wird die Profiltiefe selten ein Thema sein. Allerdings sollte man die Reifen auf Verletzungen und VOR ALLEM auf das Alter prüfen. Reifenherstellungsdaten sind auf der Flanke zu finden. Einfach Googeln wie das zu lesen ist oder zum Fachmann fahren. Vor allem die UV Strahlung lässt Reifen altern und im Süden gibt es viel davon. Also auch selber auf Risse o.ä. achten.

    edf
  • Gasversorgung:
    Die Gasflaschen bzw. deren Inhalt sollte man checken. Bei Kunststofflaschen kann man sehen wo der Gaspegel liegt. Stahlflaschen muss man abwiegen und dann das gewicht der Leerflasche abziehen (Ist eingestanzt). Es gibt bei Stahlflaschen 5kg und 11kg bei Kunststoff 5kg und 10kg. Es kommt auf den WW drauf an was reinpasst. Ich hab aus Gewichtsgründen grad auf 2 x 10kg Kunststoff umgestellt das die Stahlflaschen in Summe um einiges schwerer sind. Nachteil ist, dass ich im Ausland Stahlflaschen leichter umtauschen kann (auf volle). Weiters sollte man die Anschlüsse probieren und mal schnell beide Flaschen anschliessen und das Kochfeld zünden um zu prüfen ob alles funktioniert. Der Gasschlauch kann auch leicht sichtkontrolliert werden. Alle 2 Jahre muss man beim Fachman sowieso eine Gasüberprüfung machen lassen.
edf
  • Kühlschrank:
    Ein wesentliches Komfortmerkmal ist ja der Kühlschrank. Den sollte man zu Hause noch einschalten (Alle drei Betriebsarten wenn möglich (12V, 240V, Gas)) damit es keine Überraschungen gibt. Eine Vorreinigung schadet auch oft nicht. Ich persönlich verwende die 12V Betriebsart während der Fahrt nicht mehr da die Kühlleistung für den Süden einfach nicht ausreicht. Ich Kühle während der Fahrt im Gasbetrieb. Dazu gibt es regeln wie und wo man das darf. Dazu mal später mehr.
edf
  • Wasserversorgung:
    Die Systeme wie WWs wasserversorgt weden sind verschieden. Grundsätzlich ist Hygiene und Desinfektion ein Gebot! Unser WW hat einen Wassertank (40l) den ich wirklich erst bei Abfahrt fülle um das Wasser frisch zu halten. Die Wasserhähne aufdrehen und testen und auch (aus leidlicher Erfahrung) nachsehen ob der Abluss bzw. die Siphone alle dicht sind. Uns hat es diesen Winter einen Siphon gesprengt weil wohl noch Restwasser drinnen war das gefroren ist. Der war hinüber und durchlässig wie ein Sieb.
edf
  • Technikpanel:
    Modernere WWs verfügen über ein Panel an dem man den Wasserstand, den Akkuzustand und die allgemeine Stromversorgung ablesen kann. Das mal prüfen ob noch alles passt und angezeigt wird. Sich mit der Stromversorgung seines WWs auseinanderzusetzen ist eine gute Idee. Wenn man sehr rüttelige Strassen bereist (Bosnien, Albanien) dann kanns schon mal einen  Kontakt lösen. Da isses gut wenn man anschaun kann wo das ist. Mir hat es den Kontakt für die Gaszündung der Küche gelöst. Das Kochfeld kann ich auch so zünden aber den Kühlschrank? Da war ich froh gewusst zu haben wo ich nachsehen muss.
    Auch die Umluft sollte man testen und die Schläuche in den Kästen kontrollieren.

    edf
  • Allgemein:
    Ein Rundblick im WW schadet nie. Auch zu prüfen ob alles fest ist und sich keine Verschraubungen und Verbindungen lösen. Da Leichtbau in einem WW wichtig ist sind natürlich nicht alle Verbindungen so stabil wie zu Hause. Aber es ist immer einfach der noch vor Ort zu verbessern als dann irgendwo auf der Reise.LG
    Auge

 

 

 

 

Warum in den Osten/Südosten Europas reisen?

Liebe Interessierte,

ich werde ab und zu gefragt warum wir eigentlich so oft in den Osten reisen.
Nun es gibt wahrlich schöne Reiseziele im Westen Europas daher ist diese Frage mehr als legitim. Und unsere Campingerfahrungen begannen ja in Italien bzw. meine eigenen sogar in Frankreich.
Was bewegt uns also jetzt doch öfters den Osten bzw. Südosten aufzusuchen? Die letzten Jahre haben wir Albanien, Montenegro, Rumänien (bis zum schwarzen Meer mit Donaudelta), Georgien, Tschechien und Polen bereist.

  • Das Abenteuer: In den Osten und Südosten Europas zu reisen bedeutet sich nicht mehr auf so viele Quellen verlassen zu können. Die Recherche erfordert um einiges mehr Aufwand und die touristische und sonstige Infrastruktur der Länder ist weit hinter unseren Gewohnheiten zurück. Das empfinde ich als Herausforderung im positiven Sinne und macht Spass zu entdecken.
  • Der herbe Charme: Viele Italienische Städtchen oder französische Örtchen sind nett hergerichtet. Fast wie ein Museum oder Disneyland. Uns gefällt der oftmals sehr herbe Charm osteuropäischer Städte wo sich die kommunistische Architektur mit Moderne und Klassik mischt. Wo der Verkehr wild und die Fahrweise rüpelhaft ist und TripAdvisor nix zu sagen hat.
  • Die Menschen: Oft erleben wir verwunderte Gesichter wenn wir sagen wo wir herkommen. Die Menschen freuen sich, dass wir als Österreicher Interesse an ihrem Land, ihrer Region haben und verhalten sich oftmals hilfsbereit und sehr nett. Sprachliche Barrieren werden mit Deutsch, Englisch und den Händen umschifft.
  • Keine Massen: Seltenst erlebt man Touristenmassen. Meist sind nur regionale Urlauber unterwegs und das nicht in großer Zahl. Damit kann man eine Region erleben wie sie eben ist. Ohne Show und Brimborium.
  • Sicherheit: Wir werden oft gefragt ob wir denn keine Angst hätten, dass etwas gestohlen wird oder ähnliches. Nein. Bisher haben wir uns in diesen Regionen (Georgien inclusive) immer sehr sicher gefühlt und noch nie ist auch nur irgendetwas weggekommen. Auf einem Campingplatz wäre es unmöglich bei jedem Ausflug oder Strandzeit alles zu sichern. In Italien war das nicht immer so….
  • Preis/Leistung: Nein. Auch Osteuropa ist nicht mehr nur billig. Aber irgendwie hat man ein gutes Preis Leistungsgefühl. Die Plätze, die Restaurants sind so, dass man gerne bezahlt und Trinkgeld gibt weil man es ausgewogen empfindet. Wenn ich an die italienischen CPs mit bis zu 65,- pro Nacht bzw. französische Gaststätten denke freue ich mich immer über das ansprechende Angebot.

Das sind meine schnellen Gedanke zu unseren Trips. Heisst nicht, dass Schottland nicht auch reizvoll wäre aber das läuft auch nicht davon.

LG
Auge

#1 Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil?

Camping kann sehr verschieden gestaltet werden. Die drei in der Überschrift genannten Möglichkeiten sind nur ein Teil. Dazu kommen noch Zeltanhänger, Dachzelt, Pickupaufsätze, Pickuptrailer. Oder der Trend zum LifestyleVan (T6 bzw. Mercedes Marco Polo und Konsorten).

Die häufigste Frage die ich gestellt bekomme ist allerdings: Warum Wohnwagen und nicht Wohnmobil?

Heute mal:

Zelten:

Vielleicht die UrForm des Campens. Ich gebe es zu. Ich bin kein Zelter. Habs natürlich in jungen Jahren gemacht. Mittlerweile ist es mir zu unkomfortabel. Speziell wenn das Wetter nicht so mitspielt. Aber es ist günstig. Die Gebühren am Platz sind niedrig. Mit gutem Material kann man bei jedem Wetter sein auslangen finden. Das Auto sollte halt ausreichend Platz bieten um das Equipment verstauen zu können aber mit einer Dachbox dazu geht auch das fast immer. Man muss die Hellhörigkeit, die Klimaschwankungen und die tendenzielle Unordnung schon mögen. Und man muss auch beweglich sein weil sich viel am Boden abspielen wird. Und wenn das Wetter langfristig nicht mitspielt sollte man sich mit allgegenwärtiger Feuchtigkeit abfinden können. Und ausserdem glaube ich würde ich mich nicht trauen ohne Campingplatz aufzustellen. Also sog. freies Campen ist mit Zelt vielleicht nicht ganz optimal.

Die Vielfalt der Zelte ist gross und man kann auch richtig Geld ausgeben. Im Vergleich zu einem Wohnwagen ist es trotzdem wenig und erst recht verglichen mit einem Wohnmobil. Auch Zubehör welches das Leben erleichtert ist leicht zu finden und es gibt wirklich praktische Dinge.

Ein kurzer Exkurs zu den Sonderformen:

Zeltanhänger:

Eine mittlerweile selten gewordene Sonderform des Campens. Zeltanhänger bieten mehr Komfort durch den fixen Anteil des Anhängers. Meistens das Bett und die Küche sind praktisch eingebaut und das Zelt wird rundherum aufgeklappt. Die Anhänger sind leicht und einfach mit jedem PKW zu ziehen. Allerdings hat man trotzdem alle Einschränkungen die ein Anhänger mit sich bringt. Höchstgeschwindigkeiten und schwierigeres Rangieren. Preislich durchaus attraktiv. Vor allem wenn man gebraucht kauft.

Dachzelt:

Ist ein Klappzelt welches auf einem entsprechenden PKW gebaut wird. Sieht geschlossen wie eine grössere Dachbox aus und lässt sich dann aufklappen. Damit ist man voll wildcamptauglich weil man nur das Auto abstellen muss. Das Auto muss ein entsprechendes Dach mit entsprechenden Dachlasten haben. Das Klettern über die Leiter und der wackelige Aufbau aufgrund des hohen Schwerpunkts ist gewöhnungsbedürftig. Dafür hat man keinen Anhänger und ist etwas weiter oben was durchaus seinen Reiz hat.

 

Nächstes mal geht es weiter mit Wohnmobil und Wohnwagen….

Warum Camping?

Eine der ersten Fragen die ich gerne gestellt bekomme ist die Grundsatzfrage.

Warum Camping?

Warum nicht Hotel, Club, AirBNB, Wimdu usw.
Da gibt es wohl mehrere Antworten aber eine Antwort erscheint am wichtigsten und für viele auch am überraschendsten:

  • Nicht wegen dem Geld!
    Ein weiter verbreiteter Irrtum der mir häufig begegnet ist die Idee, dass Campen die billigere Art des Urlaubes wäre. Das ist nicht richtig. Möglicherweise hat das mal für den Campingurlaub mit dem 2 Mann Biwakzelt und dem Fahrrad gegolten. Mit Wohnwagen und Wohnmobil stimmt das einfach nicht mehr.
  • Die Spontaneität!
    Das ist ein wichtiger Punkt. Gefällt es uns wo nicht. Haben wir eine Fahrtstrecke unterschätzt. Ist es wo besonders schön. Die Reiseplanung ist immer nur bis zum aktuellen Tag wirklich gültig. Ausserhalb der Mainstreamziele reservieren wir Plätze gar nicht (trotz Hauptsaison) oder rasch einen Tag vorher. Das ergibt eine enorme Reisefreiheit die ich nicht missen möchte.
  • Die Ungezwungenheit am Platz!
    Ich schätze die freundliche und ungezwungene Atmosphäre auf den meisten Campingplätzen sehr. Man kommt ins Gespräch, oft auch mit Einheimischen, und erfährt aktuelles über die Region. Man lernt Leute kennen.
  • Selber kochen, essen gehen, …
    Völlig spontan kann man sich auf den heimischen Märkten feines kaufen und selber zubereiten. Ich komme mittlerweile mit fast jeder Fischart auch im ungeputzten Zustand zurecht. Oder die Küche bleibt kalt und es wird regionales in der örtlichen Gastronomie gespeist. Meistens durch Tipps der Campingnachbarn findet sich das richtige Lokal. Oder auch mal FastFood internationalen Zuschnittes. No Rules.
  • Die Erdverbundenheit!
    Ja. Man steht also da auf einem Flecken Natur und darf geniessen. Der Strand ist nahe, auf den Bäumen wachsen Früchte. Nie im Leben gibt es so schöne Hotelstandorte wie Campingplätze. Ob auf der Klippe in der Normandie, direkt am Strand auf Chalkidike oder im Burgschatten in Transylvanien. Besser gehts nicht.
  • Die Reduktion!
    Klar hat so ein Wohnwagen nicht 4 Zimmer und 70m2. Genau diese Enge tut uns als Familie immer mal wieder gut. Man ist aufeinander angewiesen und kann sich nicht so einfach aus dem Weg gehen wie in einem Appartement oder gar zu Hause. Meistens recht mässiges WLAN macht dann auch die direkte Kommunikation wieder etwas spannender als sonst. Und man kommt schnell drauf wie wenig es braucht zum Glücklichsein. Und wir sind TV freie Camper. Also bleibt am Abend nur Lesen, Reden und Spielen

    ….im nächsten Beitrag werde ich das Thema: Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil behandeln…

Was soll das hier?

Liebe Freunde und Interessierte,

Wir sind begeisterte Camper und bereisen gerne Gegenden die sich ausserhalb des Mainstreams befinden (Albanien, Bosnien, Rumänien, ….).

Da ich auf Facebook oftmals die Rückmeldung erhalte, dass das doch interessant zu verfolgen sei und Lust auf eben diese Gegenden macht habe ich beschlossen auch ausserhalb Facebooks zu arbeiten. WordPress bietet sich förmlich an und voila…here we are…unser Reiseblog.

Die Reisen der Jahre 2012 (Georgien) 2013 (Gargano (I) und weitere) 2014 (Chalkidike (GR) und weitere) 2015 (Maremma (I) und weitere) 2016 (Albanien und weitere) und 2017 (Rumänien und weitere) werde ich nicht nacharbeiten aber ab 2018 gehts los.

Für interessierte gibts Infos zu Campingplätzen, Tipps, Routen, Fähren und was man halt so alles erlebt. Auch Bilder und Videoeindrücke werde ich einarbeiten.

Ich freu mich drauf!

LG

Auge