Ende Gelände. Zusammenfassung und Resümee

Nun sind wir bereits fast eine Woche wieder im Lande und finde kurz Zeit ein wenig zusammenzufassen.‘
Die Fakten:
4.804 km sind wir gereist.
7 Campingplätze und 1 Stellplatz (Istanbul) haben wir angefahren.
18,4l LPG haben wir auf 100km im Schnitt verbraucht (Bei etwa 0,55 Durchschnittskosten).

Region:
Südosteuropa/Balkan haben wir für uns jetzt mal durch. Ausser dem Kosovo (Der uns einfach nicht mehr gefreut hat) haben wir alle Länder (HR, BIH, AL, SRB, RO, BG, TR, MK, GR, H) mehr oder weniger intensiv bereist. Klar kann man alles noch viel intensiver machen und das wird auch mal wieder so werden aber derzeit haben wir aus unserer Sicht genug. Ich liebe den Balkan, ich liebe es wenns zumindest noch ein klein bisschen nach Abenteuer klingt. Ich mag die Freundlichkeit. Ich mag die Einfachheit der Plätze und ich mag die große Diskrepanz zwischen schön und hässlich die sich auftut. Ja und ich mag auch das hässliche Gesicht. Mich erschrickt die Armut und und der Prunk. Wir wurden nie bestohlen, bedrängt und haben uns immer sehr sicher und willkommen gefühlt. No overtourism there. Es fehlt uns der kulinarische Witz, die Kreativität und Feinsinnigkeit in der Küche aber das machen wir dann am Campingplatz eben selber. Es fehlt uns jegliches Bewusstsein der Menschen für die Umwelt und Eigenverantwortung für den Müll (Auf Rastplätzen o.ä.).

Infrastruktur:
Der Großteil der Fahrten war auf schönen Strassen. Auch das Landstrassennetz ist gut zu befahren. Natürlich gibt es zwischendurch mal schlechtere Teile aber das hab ich in Deutschland mittlerweile öfters als am Balkan. Man merkt auch von Jahr zu Jahr wie Lücken im Fernstrassennetz geschlossen werden. Am schwierigsten fanden wir Rumänien zu bereisen. Aber vielleicht haben wir unglückliche Routen gewählt.

Campen:
Die Plätze sind oft noch rar. Beispiel? Camping.info sagt: Frankreich 8.800 Plätze. Bulgarien 35. Beides Extrembeispiele aber das Bild stellt sich schon so dar. Reservierung wird meistens nicht entgegengenommen. Einfach hinfahren. Wer gerne ein Bad und Klo wie zu Hause möchte sollte nicht in diese Region fahren. Wir sind recht schmerzfrei. Ich hab beim Klogang immer eine Desinfektionsspray und eigenes Papier. Dann komme ich zurecht. Warmwasser gabs (fast) immer. Alles andere ist Glamping *hahaha*. Stadtbesichtigungen muss man gut planen, weils oft keine passenden Campingplätze gibt. Standplatz haben wir nur in Istanbul gewählt. Das könnte eine Alternative sein wenn man sich drauf einlässt.

Unsere Erkenntnisse:
In den letzten Jahren versuchen wir immer herauszufinden und zu optmieren was uns denn selber am meisten gefällt, wie wir unseren Urlaub gestalten. Dabei kann man es auf wenige Worte bringen. Kurze Standzeiten, weniger Strand, mehr Natur. Was meine ich damit.
Wir wollen nicht lange auf einem Platz bleiben weil uns auch das Reisen an sich recht Spass macht. Weiters haben wir heuer entdeckt, dass eine Wanderung in der Natur etwas ist was uns echt abholt und wir gemeinsam geniessen können. Dafür ist ein ganzer Strandtag fast schon zuviel für uns. Also kann man eine Reise in Zukunft dahingehend planen. Es reicht wenn es einen Pool gibt in den man am Abend mal schnell abkühlen kann. Der Süden wird im Moment weiterhin unsere Grundrichtung bleiben. Aber es wird uns in den Westen ziehen. Voraussichtlich.
Unser Patchwork war heuer zum Ersten mal zu dritt (Also ohne meinen Sohn Lorenz) unterwegs und es hat trotzdem alles wunderbar geklappt. Natürlich war ich ein wenig Wehmütig aber das gilt es jetzt auch zu lernen.
Technisch sind wir optmiert. Der kleine Kocher für draussen, der Griller das Kochgeschirr. Uns fehlt es an nichts mehr für unseren Campingalltag. Manche Sachen werden sogar weniger.

Hier endet nun der aktuelle 2019er Blog. Danke an alle die mitgelesen haben. Ich freue mich Fragen beantworten zu können oder Anregungen für den ein oder anderen dabei gehabt zu haben.

Alles Liebe
Die Auges

Tag #21 Quer durch Ungarn heim

Samstag, 24. August

Nach wirklich gutem Schlaf recht früh aufgestanden. Ich habe im letzten Eintrag nicht erwähnt, dass wir nach dem Abend in Szeged nochmals den Wohnwagen umgestellt haben. Dort wo wir standen haben sich junge Leute zusammengesetzt und gefeiert. Statt uns die Nacht zu ärgern schnell 4 Stützen rauf. Kabel weg und den Wagen in eine ruhige Ecke so verfrachtet, dass ich gleich angekuppelt blieb.

Da wir jetzt wieder in der EU sind haben wir auch wieder Internet und so bekomme ich über Google und TomTom wieder aktuelle Verkehrsmeldungen rein. Und bereits in der Früh ist rund um Budapest alles zu und mit mind. 1 Stunde Zeitverlust zu rechnen. Also mit dem TomTom eine alternative gesucht und dann sind wir folgendermassen gefahren.

Da ich mittlerweile kaum noch schneller als 95 km/h fahre spielt der Autobahnvorteil fast keine Rolle mehr und Bundes/Landesstrassen bieten ein wesentlich besseres Bild eines Landes, sind oft stressfrei und in diesem Fall auch noch meistens Schnurgerade.

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Ein paar Pausen brauchts natürlich schon….

Nähe Wien gibts nochmals eine Ladung LPG. Hier wieder Selbstbedienung mit Totmannschalter was zu entsprechender lustiger Körperhaltung führt.

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Aber wir kommen noch am Nachmittag zu Hause an. Safe and healthy. Alles gut. Das Auto und der Wohnwagen werden schnell ausgeräumt und die erste Waschmaschine befüllt.

Und abschliessend in unseres Stammesslokal in Ottensheim fein gegessen und dem Lorenz, der erstmals nicht dabei war, viel vom Urlaub erzählt. Er hat inzwischen gearbeitet, die Katzen gehütet und die Wohnung versorgt. Das war auch ein Luxus für uns.

Somit endet unsere Sommerreise mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Erkenntnissen und vor allem ohne Zwischenfälle. Eine Resümee und ein paar Daten kommen in einen eigenen Beitrag noch zusammen.

Tag #20 Szeged (H) und Grenzen

Freitag, 23. August

Wir starten bereits wieder gegen 08:00 vom Campingplatz um uns auf den Weg nach Szeged (H) zu machen. Wir wissen, dass wir 2 Grenzen vor uns haben die beide gerne viel Zeit kosten.

Die Grenze MK-SRB ist schnell erreicht und wie erwartet geht es schon voll zur Sache.

Der Spass kostet flockige 2 Stunden aber wir sind ja eh im Urlaub. Dann gehts weiter nach Serbien rein. Erfreulich ist, dass die Serbische Autoput jetzt ganz fertig ist. Also die ganzen Landstrassenteile durch das Tal sind Geschichte. Sehr aufwändig und schön gebaut.

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Weiter gehts über Nis immer in Richtung Belgrad. Man hat das Gefühlt, dass wenig Verkehr herrscht aber das stimmt nicht da die Rastplätze alle übervoll sind und von den vielen Durchreisenden versaut werden.

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Dazwischen wird wieder mal günstiges LPG gebunkert.

Und schon erreichen wir Belgrads Vororte.

 

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Und gleich kurz darauf ein saftiger Stau auf der Belgrader Durchfahrt. Unser Zeitplan stimmt sowieso überhaupt nicht mehr aber jetzt wird es noch länger dauern. Im Stopp&Go schleppen wir uns durch Belgrad durch.

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Eigentlich wollten wir uns den Hunger für Szeged aufheben um dort dann ungarisch Essen zu gehen aber das geht sich nicht aus also fahren wir in Novi Sad zu einem Einkaufszentrum (ist einfacher zu parken mit Gespann)

Und essen Burger im völlig überklimatisierten Einkaufstempel.

Dort haben wir auch Internet und ich recherchiere 3 Stunden Wartezeit für die Grenze SRB-H was uns gar nicht erfreut. Und daher versuche ich einen Trick und verlasse die Autobahn auf der letzten Abfahrt vo der Grenze Röszke und fahre auf der Bundesstrasse zur Grenze. Die schliesst aber um 19:00 und es ist bereits 18:30. Um 18:40 kommen wir am Ende der kurzen Warteschlange an und ich frage mich was wohl um 19:00 dann passiert.

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Aber wir haben echtes Glück und erst 2 Autos hinter uns werden die Gatter geschlossen und die später kommenden müssen wenden zurück auf die Autobahn fahren und sich 3 Stunden anstellen. Wir sind bereits um 18:55 in Ungarn und fahren das kleine Stückerl nach Szeged zum Stadtcampingplatz an der Theiß. Leider wirds ja schon finster drum stellen wir schnell auf und suchen uns das Zentrum von Szeged.

Das ist gar nicht weit zu gehen und so können wir doch noch einen Stadtbummel machen. Szeged ist eine wirklich schöne nette Stadt. Und da gerade Kayak WM dort ist war es auch recht busy (Auch am Campingplatz). Aber hier ein paar Eindrücke von der Stadt.

 

bsh

Und wir feinden auch ein Lokal mit nettem Platz für uns wo wir hervorragenden Ungarischen Weisswein bekommen und gemeinsam eine Kleinigkeit essen. Den großen Hunger haben wir ja nicht mitgebracht.

Und so klingt der Tag, an dem wir leider 12h im Auto verbracht haben aufgrund der Grenz- und Stauwartezeiten doch noch sehr nett aus. Szeged ist sicher ein schöner Fleck der mehr Zeit verdient hätte.

Tag #19 Reise nach Skopje

Donnerstag, 22. August

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt haben wir uns entschieden, dass wir auch die Heimreise nutzen wollen um noch Urlaub zu machen bzw. interessantes auf der Reise erleben.

Wir starten bereits um 08:00 morgens um auch eine Fähre aufs Festland zu erwischen. Der Weg zum Hafen von Limenas ist morgendlich schön und man sieht wieder viele schöne Buchten. Diese Insel ist wirklich reisenswert.

Wir kommen wieder genau recht um eine Fähre zu erreichen was glaube ich hier Standard ist und haben wesentlich mehr Mitreisende als beim letzten mal.

Die Überfahrt ist wieder sehr schön und die Verabschiedung von der Insel ein wenig wehmütig.

Aber wir machen es uns gemütlich und geniessen die Überfahrt.

Bei der Ankunft in Keramoti wird gleich wieder LPG gebunkert (Das teuerste LPG der Reise mit 0,799)

 

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Danach gehts auf die Autobahn in Richtung Westen. Es ist relativ viel Verkehr und uns wird klar, dass die Grenze GR-MK kein Honiglecken wird. Aber es gibt immer wieder schöne Aussichten auf der Strecke.

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Bei Thessaloniki biegen wir dann Richtung Norden ab un nehmen Kurs auf Skopje.

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Schon bald sehen wir auch den Grenzstau

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Und man glaubt es kaum aber auch diese Grenze kostet schnell mal 1,5 bis 2 Stunden. Aber irgendwann ist es geschafft und wir sind in Mazedonien. bzw. Nordmazedonien wie es jetzt offiziell heisst.

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Es geht weiter auf einer recht schön ausgebauten Autobahn.

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Dazwischen mal schnell LPG gebunktert (Das billigste der Reise um umgerechnet 0,38 pro Liter)

Und dann schaffen wir es doch recht schnell auf den uns bereits bekannten (Siehe Reiseblog 2018) Campingplatz Bellevue. Wir stellen gleich auf und gehen in die Rezeption um gleich zu bezahlen. Diesmal nehmen wir ein taxi rein nach Skopje (5,-) anstatt selber einen Parkplatz zu suchen. Und geniessen die Stadt die wir bereits 2018 kennengelernt haben.

Der Prunk fällt uns wieder auf…

Diesmal erreichen wir rechtzeitig die Festung die aber nur von unten gut aussieht und in Wahrheit nix hergibt. Der Ausblick ist ganz fein…

Danach rein in die Altstadt und ein wenig Bier verkostet.

Durchgeschlendert…

Und auf dem Platzl wieder gegessen. Balkansachen halt. OK aber keine Sensation.

Trotzdem ein Selfie mit der Köchin die quasi im Schaufenster kocht…

Und danach mit dem Taxi wieder auf den Platz. Ein Reisetag macht müde und wir wollen wieder früh weg weil uns am nächsten Tag sogar 2 Staatsgrenzen bevorstehen die nicht so einfach werden.

 

 

Tag #18 Blog Zwischenstopp

Mittwoch, 21. August

Heute gibts nochmals einen chilligen Tag. Gegen Abend werden wir schon unseren Platz räumen da wir morgen bereits um 08:00 starten wollen.

Daher gibts jetzt auch einen Zwischenstopp im Blog. Den Rest werde ich wohl von zu Hause aus schreiben.

Wir haben gelernt, dass der Urlaub erst zu ende ist wenn man zu Hause ankommt. Daher nutzen wir auch die Heimfahrt noch um ein paar Stopps die uns Spass machen einzulegen.

Morgen gehts nach Skopje das uns 2018 so gefallen hat. Ein wenig Altstadt und gut essen.

Übermorgen dann nach Szeged (H) wobei da die Grenze SRB-H eine große Unsicherheit darstellt. Wenn alles klappt werden wir noch ein paar Stunden in Szeged verbringen.

Samstags dann die entgültige Heimreise nach Ottensheim. So der Plan. was draus wird werden wir sehen.

Tag #17 Insel erkunden #2

Dienstag, 20. August

Heute werden wir die Insel weiter erkunden. Wir können ja sowieso nicht stillhalten. Diesmal Counterclockwise. Der Reiseführer empfiehlt:
Potamia, Panagia, Theologos

Entspannt cruisen wir zuerst nach Potamia.

Das Städtchen am Fuße des höchsten Berges der Insel ist wieder sehr verlassen. Aber wenn man eine weile durch die Gässchen spaziert findet man immer wieder da und dort nette Flecken.

Man kann sich an diesen schönen Flecken, an denen man komplett alleine ist fast nicht sattsehen.

Wir fahren weiter nach Panagia und erhaschen am Weg einen Blick auf den sog. Golden Beach und wissen warum wir eine andere Ecke der Insel ausgewählt haben. Schöner langgezogener Strand übersäht mit Schirmen und Menschen. Da sind also alle. Egal. Wir spazieren ein wenig in Panagia herum was uns teuer zu stehen kommt. Wir finden eine Töpferei eines griechischen Paares und würden am Liebsten den Laden zusammenkaufen. Da wir schon länger eine nette Rotweinkaraffe suchen haben wir zugeschlagen und noch eine Vase und 2 Anhänger und…nun ja. Haben eben zugeschlagen. Aber so ist ab jetzt jedes Glas Rotwein zu Hause eine schöne Erinnerung an den Urlaub.

Auch dieser Ort ist nett anzusehen und hat im Gegensatz zu Potami schiefergedeckte Häuser.

Auch hier ist Aufbau und Zerfall direkt nebeneinander…

Ein netter Gecko kreuzt unseren Weg.

Nette Skulpturen aus Holz…

Und abschliessend eine kurze Stärkung. Kaffee, Yoghurt mit Honig, selbstgemachte Limos…

Bei der Rückfahrt Richtung Pefkari beschliessen wir Theologos doch einen Besuch abzustatten. Es wurde uns ein wenig abgeraten da es so überlaufen sei. Davon ist, wie bei all unseren Ausflügen dann aber nichts zu bemerken.

Aber bis auf aufdringliche Strassenlokale fällt uns hier nichts besonderes auf. Daher machen wir uns dann wieder auf den Weg. Wir beschliessen heute uns nochmals Burger zu braten. Aber diesmal ohne vorgefertigte Pattys sondern aus frischem Rindfleischhack. Also noch unseren angestammten Supermarkt besucht.

Und feine Pattys mit der Pattypresse geformt.

Wir mögen das komplett ungewürzte Rindfleisch in Burgerpattys am Liebsten. Und basteln uns jeder nach seinem Geschmack dann seinen Burger zusammen.

Schmeckt uns wirklich großartig!

Danach wird die neue Rotweinkaraffe ausgetestet und der Mazedonische Rotwein schmeckt uns hervorragend. Unser Aufenthalt hier auf Thassos neigt sich ja dem Ende zu und nun wirds ja lustig. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Planungen und Ideen für das folgende Jahr.

Nachdem wir dem Balkan und Südosteuropa nun wirklich viel Aufmerksamkeit geschenkt haben (2016: Bosnien, Albanien, 2017 Rumänien bis zum Donaudelta,  2018 siehe hier im BLOG) sind wir nun mal dran, 2020 die andere Richtung zu wählen. Nein nicht den Norden sondern den Südwesten. Nach langem Überlegen und gemeinsamem Nachdenken kommen wir bereits auf eine erste grobe Routenplanung für 2020.

Das erfordert noch viel Feinabstimmung und Entscheidungen welche dieser Plätze einen Aufenthalt, bzw. wieviel davon, wirklich wert sind. Zeit ist ja doch immer etwas begrenzt auf etwa 3,5 Wochen. Da uns Baden/Strand immer unwichtiger wird sind die neuen Ziele auch etwas anders. Dafür hat uns das Wandern (Nur einmal in Bulgarien) Spass gemacht. Das werden wir wohl in Zukunft etwas mehr einplanen. Man wird sehen. Oft kommt es ja komplett anders. Aber es ist typisch für uns bereits gegen Ende des Urlaubes über die nächste Reise nachzudenken.

 

 

 

Tag #16 Chillen und endlich Fisch

Montag, 19. August

Wir beschliessen wieder einen eher ruhigen Tag anzulegen. Nach dem Frühstück fahren wir schnell nach Potos um Fisch zu kaufen. Normalerweise essen wir öfters Fisch im Urlaub (Und auch so) allerdings hat es sich diesen Urlaub nicht so oft ergeben.

Ausserdem haben wir das Briefmarkenproblem immer noch nicht gelöst und beschliessen am Nachmittag nach Potos zu spazieren und zu sehen ob wir was bekommen. Der Ort ist touristisch und nett.

Und es gelingt uns doch tatsächlich Briefmarken aufzutreiben und unsere türkischen Ansichtskarten nun mit griechischen Marken versehen auf die Reise zu schicken.

Abends gibts dann endlich Fisch…

 

War in jedem Fall wesentlich besser als die komische überteuerte Fischplatte im KumKapi…

Tag #15 Insel erkunden #1

Sonntag, 18. August

Nach ein paar (also 2) chilligen Tagen wird es wieder Zeit die etwas zu unternehmen. Die Insel Thassos ist ganz gut geeignet um ein paar Ausflüge zu starten.

Nach dem Frühstück gibts aber zuerst etwas Abkühlung im Meer. Danach starten wir zuerst nach Kastro in der Mitte der Insel.

Eine defakto aufgelassene Siedlung die ursprünglich die Fluchtunterkunft war wenn Piraten im Anmarsch sind. Jetzt ist es ein schöner Aussichtspunkt und ein paar Sommerhäusschen sind dort. Auch 1-2 Tavernen. Schon beim Rauffahren bemerken wir, dass gar nichts los ist und so sind wir auch oben am Berg recht alleine. Trotzdem erschliessen sich einige sehr schöne Ein- und Ausblicke.

Wir beschliessen schnellw as zu trinken in einer dieser netten kleinen Tavernen.

Danach schlapfen wir noch ein wenig durch den kleinen Ort der zwischen Aufbau und Verfall steht.

Aber diese Ziege möchte unbedingt aufs Bild. Also bitte…

Nach einer Weile fahren wir wieder runter und biegen Rechts ab Rtg. Kallirachi. Ebenfalls ein Bergort. Am Weg dahin entdecken wir viele wirklich nette Badebuchten. Bei einer bleiben wir zumindestens stehen und schauen ein wenig.

Auch Kallirachi ist recht verlassen, die Menschen scheinen doch Hauptsächlich an den touristischen Hotspots (Golden Beach usw.) zu sein und nicht so viel Interesse an der Insel haben. Und gefällt es dort ausgesprochen gut. Die Gässchen die es zu erforschen gibt scheinen nicht zu enden.

Und es eröffnen sich dauernd wunderbare Ausblicke.

Die Natur gedeiht…

Und wir finden wieder eine Taverne um kurz zu rasten…

Dann gehts auch schon wieder zurück auf den Platz. Die Abendsonne scheint noch und wir springen wieder ins Meer.

 

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Anschliessend gibt es ein WOK Gericht aber aus der Pfanne mit feinem Masala und Shrimps. Wir werden immer kreativer beim Campingkochen und es schmeckt uns…

 

Tag #14 Insel Thassos belaufen

Samstag, 17. August

Der Tag startet mit einem feinen Frühstück (ohne Foto diesmal) und einer Abkühlung im Meer. Da überkommt es mich und ich gehe nun doch laufen. Ist zwar wieder etwas mühsam hier aber besser als nix.

Ansonsten bleibts beim chilligen herumliegen und ich beschliesse nun doch den bereits abgesagten Blog zu schreiben.

Das WLAN des Platzes ist unbrauchbar aber ich kann ja einen HotSpot mit dem Handy machen was auch funktioniert. DropBoxSync und andere Datenfresser sind halt abzuschalten um nicht allzuviele Daten zu verbrauchen. Während die Family im Meer bleibt schreibe ich die BlogEinträge nach und erfreue mich gleich nochmals am erlebten.

Dann wird noch ein wenig der feine Blick ins Meer und die Abendsonne genossen.

Danach gegrillt und gequasselt….

Tag #13 Pefkari Strand und nix

Freitag, 16. August

Nach den letzten doch eher aktiven Tagen wollen wir mal ein wenig das Tempo rausnehmen und chillen. Ich bin da nicht besonders gut drin und geh gleich mal die Umgebung zu erforschen. Einkaufsmöglichkeiten müssen erkundet werden.

Am Campingplatz kann man ein wenig schaun wer halt so da ist. Auffällig ist, dass anhand der Auto Kennzeichen zum Großteil RO und BG zu sehen ist. Etwas GR natürlich. D, A, CH ist praktisch nicht zu sehen. Eher ein paar TR. D geht mir nicht so ab *hihi*. Am ehsten Zelte und die typischen Riesenwohnmobile (Die dann gerne aus I). Wohnwagen nur ein paar und unserer ist der einzige mit Hub/Schlafdach.

Der Strand entpuppt sich als wirklich wunderschön und ist nicht weit zu gehen.

Wobei ich schon gesagt hab. Mir ist Klo/Sanitärblick wichtiger als Strandblick. So ändert sich das halt im Laufe der Zeit. Aber wir haben eben viel Platz für uns und machen es uns gemütlich.

Abends wird die übriggebliebene Pizza vom Vortag nochmals gegrillt was ihr guttut und uns schmeckt.

 

Tag #12 Reise nach Thassos / Pefkari (GR)

Donnerstag, 15. August

Nun endet also unser Aufenthalt in der Türkei, das Resümee hab ich schon im letzten Beitrag gezogen. Da wir am Abend alles vorbereitet haben kommen wir zeitig weg und fahren die hanze Strecke bis Kesan zurück. Dort geht es dann Richtung Westen (Ispasla) zur Grenze zurück in die EU nach Griechenland.

Es ist extrem wenig Verkehr was uns auf eine schnelle Grenzabfertigung hoffen lässt.

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Leider stimmt das so aber nicht. Der Grenzübergang wird nur einspurig betrieben. Ein neuer wird gerade erst gebaut und so schaffen wir trotz wenigen Auto in Summe 2h Grenzaufenthalt.

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Letztendlich doch geschafft. Und da wir wissen, dass in Griechenland die Versorgung nicht überall optimal ist fahren wir gleich in nach Xanthi um im recherchierten Großmarkt einzukaufen. Jetzt ist zwar der türkische Bayram zu Ende. Allerdings haben wir vergessen, dass maria Himmefahrt in GR ein Feiertag ist und stehen wieder vor verschlossenen Türen. Egal. Die kleinen Märkte haben ja eh offen. So fahren wir bis nach Limenas. Kurz vor der Fähre wird noch 78l LPG gebunkert (0,82!! teurer als elsewhere) und die Fähre angefahren. Ist einfach zu finden und wir haben Glück und können voulez rauffahren.

Die Fähre legt schnell ab und wir sind am Weg auf die Insel Thassos.

Das Navi zeigt uns den Weg an die Südseite, Camping Pefkari, und wir cruisen dort hin und sehen bereits wunderbare Ausblicke…

Der Platz ist maximal zu 2/3 gefüllt und wir können uns ein schönes großes Platzerl ausspähen und stellen auch mal das neue Vordach auf. Das hat den Vorteil, dass das Wasser auch abrinnt ohne Wassersäcke zu bilden. Ausserden ist die hubdachbedingte niedrige Stehhöhe hier kein Problem. Das können wir beim ersten Gewitterregen auch gleich noch austesten. Ja. Funktioniert.

Der Strand wird noch schnell besichtigt und als sehr OK befunden.

Wir gehen trotzdem einfach in die angrenzende Pizzeria und lassen uns verwöhnen. Selber kochen können wir ja ab morgen wieder.

Tag #11 Canakkale (TR)

Mittwoch, 14. August

Nach erholsamem Schlaf machen wir uns mal wieder unser Lieblingsfrühstück. Speck, Bohnen, Eier da wir den ganzen Tag unterwegs sein werden.

An der Rezeption bekommen wir die Information, dass wir „drüben“ kein Auto benötigen werden und fahren als nach Eceabat und stellen das Auto auf einen Parkplatz.

Ein paar Schritte zur Fähre die dann rüber nach Canakkale führt. Am Weg von Istanbul hierher haben wir überigens gesehen, dass eine Brücke über die Meerenge (Sog. Dardanellen) gebaut wird. Megaprojekt wohl. Aber derzeit ist die Fähre noch Haupverbindung. Vor der Fähre ist ein WW I Mahnmahl so wie die ganze Halbinsel voller WW I Mahnmale ist. Sehr sauber ud herausgeputzt. Muss mich wohl mal mit Zeitgeschichte in dem Zusammenhang auseinandersetzen.

Die Fähren fahren hier einfach laufend hin- und her. Da kommen wir schnell auf eine drauf.

Bei der Ankunft erwartet uns gleich ein Trojanisches Pferd. Canakkale vermarktet natürlich seine nähe zum historischen Troja. Wir hatten keine Lust mehr Ausgrabungen anzusehen da wir das in GR schon so oft gemacht haben und uns das Hintergrundwissen dazu sowieso abgeht. Land & Leute zu spüren ist uns immer am Wichtigsten.

Anschliessend spazieren wir in die Stadt hinein die wirklich wieder sehr nett ist und mediterranes Flair anbietet. Einen Kaffee gibts natürlich wieder und selbst gemachte Limo die sehr lecker schmeckt.

Dann gibts ein „Berliner“ Geschäft. Bei uns heisst das Krapfen. Ich darf sowas nicht essen aber sie waren scheinbar lecker.

So schlendern wir durch die Altstadt.

An manchen Stellen wird wieder richtig „busy“…

Aber auch hier ist es so, dass bereits wenige Strassen daneben viel Elend und Armut zu sehen ist. Das gibt dem Ganzen ein wenig ein eigenartiges Gefühl.

Wir beschliessen die Rückreise mit der Fähre was wieder ganz unkompliziert ist.

Am Rückweg zum Platz decken wir uns mit Gemüse an einem der zahlreichen Strassenstände ein.

Und geniessen noch ein wenig restliche Tageszeit am Platz. Da gibts sogar Schildies.

Immer noch schönen, kalten, windigen Strand.

Und das obligatorische Sonnenuntergangsfoto

Gegrilltes Gemüse mit Nudeln und wir sind müde. Gegenüber unserem Platz hat sich ein Reisebus mit jungen Erwachsenen eingefunden die hier übernachten. Ich befürchte das Schlimmste. Es handelt sich um eine Reisegruppe aus Australien die allerdings entgegen meiner Erwartungen sehr leise und diszipliniert hier ihren Abend/Nacht verbringt und so können wir fein schlafen.

Da es unsere letzte Nacht in der Türkei ist ein kleines Resümee:
1) Die Einreise war unkompliziert da wir an alles gedacht haben.
2) Die Menschen sind sehr höflich aber eher distanziert. Vor allem Frauen gegenüber.
3) Der Standplatz in Istanbul eignet sich optimal auch für WW Fahrer.
4) Die Preise sind im Regelfall sehr angemessen.
5) Wir hatten kein einziges Mal ein unsicheres Gefühl. OK. Einmal in der übervollen Tram hab ich eine Hand in meiner leeren Gesässtachse gespürt. Ich hab sofort reagiert und da *peep* hat er fast gewinselt als ich ihn angeplärrt hab. Man muss halt ein bissl vorsichtig mit seinen Sachen umgehen. Gilt aber weltweit.
6) Die Infrastruktur ist sehr gut.
7) LPG ist sehr billig und defakto an fast jeder Tankstelle zu bekommen.
8) Irgendwann erforschen wir Teile dieses riesigen Landes.
9) Istanbul ist geil!!
10) Ich greife vor: Auch die Ausreise ist komplett unkompliziert.

Tag #10 Reise Halbinsel Gelibolu

Dienstag, 13. August

bereits um 9 starten wir in Richtung Haslbinsel Gelibolu. Wir wollen dort zum Campingplatz Kum Hotel und wissen ja nicht was uns auf der Strasse erwartet.

 

Die Fahrt verläuft äusserst ereignislos. Auch die Landschaft gibt nicht arg viel her. Eine Weile es ja die gleiche Autobahn die wir schon kennen. Dann gehts Südwestlich weiter Richtung Kesan wo man dann nach Süden Richtung Canakkale abbiegt. Gut beschildert aber auch im TomTom eindeutig. In Kesan fahren wir noch zu einem kleinen Einkaufszentrum um etwas an Lebensmitteln zu bunkern weil wir nicht wissen was uns erwarten wird.

Die Auswahl wird schon etwas schwieriger hier aber wir finden was wir brauchen. Die Fahrt in den Süden läuft über sehr schöne Strassen. LPG finden wir auch wieder um satte 0,42 EUR ist das wirklich schön 84l zu tanken.

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Kurz vor Eceabat biegen wir rechts ab und überqueren die Halbinsel um den Campingplatz zu erreichen. Auch die kleineren Strassen sind wunderbar ausgebaut.

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Wir finden haarscharf den Platz, werden freundlichst empfangen. Ein Mitarbeiter zeigt uns den Platz und AUFPASSEN! Hilft uns tatkräftigst den Wohnwagen zu positionieren. HumanMover sozusagen! Welcher CP bietet sowas heute noch? Wir schaun sofort schnell an den Strand der zwar recht schön aber windig und kalt ist.

Daher nutzen wir dann kurz das kostenpflichtige Pool.
Hier stellen wir auch erstmals das Sonnendach auf weil wir es ein wenig geschützter haben wollen.

Wir richten uns das Essen diesmal selber weil uns das Auswärts Essen der letzten Tage gereicht hat.

Am Platz sind wir so ziemlich die einzigen Nicht-Türken was irgendwie speziell aber auch cool ist. Der Sonnenuntergang ist wunderschön.

Wir besprechen noch den nächsten Tag und fallen dann müde ins Bett. Ein Resümee zur Türkei zu ziehen ist noch etwas verfrüht aber grundsätzlich überwiegt das Positive.

Tag #9 Istanbul #2

Montag, 12. August

Die Nacht war wieder tadellos. Überraschend auch, dass es immer genug abkühlt um wirklich gut schlafen zu können. Ich hab mir gestern am Abend noch eine Laufstrecke ausgeguckt und bin heute wohl den schönsten Morgenlauf meines Lebens gelaufen. OK. Sehr viele waren das auch noch nicht.

Unglaublich am Meer entlang, Bosphorus und dann in die Silhouette von Istanbul rein ans glodene Horn bis zur Galata Brücke und zurück. Wow.

Danach ein nettes Frühstück und wieder kurz andiskutiert was wir heute machen wollen. In jedem Fall die Zisternen und danach eher spontan entscheiden. Also gehts zur Strassenbahn und damit zu den Zisternen. Bisschen anstellen und schon waren wir drinnen. Unser Restaurierungspech bleibt uns treu und daher sehen wir die Zisternen trocken. Trotzdem schön.

Eine Sache verwundert uns. Viele Geschäfte sind geschlossen. Es dämmert. Bayram. 4 Feiertage im August. Drum wird auch unser Guthaben auf der Öffikarte nicht weniger. Alles Öffis sind nämlich gratis. Irgendwie cool. Daher beschliessen wir eine Fähre rüber in den asiatischen Teil von Istanbul, konkret Üsküdar, zu nehmen.

Dort trubelt es auch sehr ist aber grundsätzlich nicht viel anders wie im Europäischen Teil. Da aber Frau und Bonustochter noch nie in Asien waren war es eine „Notwendigkeit“.

Und Zeit für ein Kaffeetscherl war auch wieder.

Danach ging es mit der U Bahn zurück nach YeniKapi. Dann trat das Problem „Ansichtskarten“ plätzlich in unser Urlaubsleben. Also machten wir uns in unserem Viertel auf die Suche. Nix. OK. Mit der Bim in die Touristischere Gegend. Nix. Also was tun. Am Vortag haben wir beim Taksim Platz welche gesehen. Nachdem Öffis eh gratis sind hab ich die Mädels das erledigen lassen und ich hab inzwischen eine ausgespähte LPG Tankstelle ganz nahe zum Stellplatz aufgesucht damit wir am nächsten Tag nicht aufgehalten sind mit Tanken. Ausserdem hab ich mich schlau gemacht welches Fischlokal in KumKapi am Fischmarkt (Auch ganz nahe zum Stellplatz) empfehlenswert sei.
Die Mädels haben dann die Ansichtskarten gebracht Marken gabs keine weil. Genau. Bayram nix Post.

Dann haben wir uns schick gemacht und sind am Fischmarkt KumKapi essen gegangen. Die Erwartungen waren hoch aber ACHTUNG hier wurden wir das erste Mal übers Ohr gehauen. Nachdem wir uns in ein Lokal reingedrängen haben lassen bekamen wir eine Karte. Viele Fischfotos mit verwischten Preisen. Da wir uns auch selber oft Fisch machen zu Hause als auch im Urlaub sind wir einigermassen Fit bei der Auswahl. Beim bestellen sagt der ältere eloquente Herr dass dieses und jenes nicht Saison habe aber er uns doch eine Fischplatte für uns drei machen könne. uns drei heisst, Ich, meine Frau und ein zartes 13jähriges Mädel. Jetzt kommt der Fehler. Ich hab nicht nachgefragt wieviel das ist und auch nicht was es kostet. Also im Vertrauen ja gesagt und gewartet. Alkohol gabs keinen dort also etwas Wasser getrunken.

Grundsätzlich war es ja ein nettes Lokal. Dann kam ich die Fischplatte und ich wusste um unseren Fehler. Wer kann sowas bitte essen? Und gut war es auch nicht. Ich weiss wie man Fisch zubereiten kann. So aber nicht. Langweilige Fischstücke (Die Reste des Tages) auf einen Teller geschmissen. Nun gut.

Dass der Spass dann 550 TL (Knappe 100 EUR) kostet war zu erwarten und klares über den Tisch ziehen. Gut. Im Urlaub hake ich sowas ab und denk mir meinen Teil. Es war die einzige negative Erfahrung in der ganzen Türkei.

Überessen sind wir den kurzen Weg zum Standplatz gegangen und haben dort bereits alles zusammengerichtet um am Morgen gleich Richtung Halbinsel Gelibolu starten zu können.

 

Tag #8 Istanbul #1

Sonntag. 11. August

Der Morgen dräut nach einer gut geschlafenen Nacht in Istanbul. Wir sind guter Dinge heute viel zu erleben. Meiner lieben Frau hab ich aufgetragen (gehabt) Istanbul per Reiseführer zu studieren und dann die Besichtigungsziele zu nennen die wir uns vornehmen. Beim Frühstück diskutieren wir die Optionen. Durch ein Gespräch mit Standplatzkollegen aus der Schweiz erfahren wir, dass auch das öffentliche Verkehrssystem recht einfach funktioniert. Man löst eine ChipKarte um 6 TL (Die sind dann als Guthaben gleich drauf) beim Automaten und lädt sie anschliessend bei gleichem Automaten. Eine Karten genügt für alle und wird einfach weitergegeben. Diesen Tipp nehmen wir gerne an und nehmen die nahe U-Bahn Station am Weg zum Taksim Platz. Ist wirklich einfach und ein sehr freundlicher Bediensteter sieht unsere unsicheren Blicke und bringt uns sofort eine Öffi Karte damit wir uns noch besser orientieren können. Die U Bahn ist sauber und modern.

Also starten wir am Taksim Platz unsere weitere Istanbul Erforschung.

Und marschieren die Istiklal Strasse runter Richtung Galata Turm. Das ist eine FuZo die sehr internationalen Zuschnitt hat.

Die typischen Läden und Cafes. Der Einblick in die Seitengassen ist oft spannender.

Wir trinken Kaffee neben Shisharauchenden Chinesen

und finden dann den berühmten Galata Turm.

Dessen Besteigung wir aber auslassen da es eine lange Schlange gibt. Das kann man von unten auch ganz gut ansehen. Also marschieren wir weiter Richtung Galata Brücke

die übers Goldene Horn führt und entdecken noch auf unserer Seite eine Einstiegsstelle für eine Bosporus Fahrt die wir gleich in Anspruch nehmen.
In/Unter der Galatabrücke

gibt es zahlreiche Fischlokale von denen ich aber abraten würde. Das ist echt für Touristen gemacht. Der Fisch kommt von irgendwo her. Sicher nicht von solchen Ständen.

Die Fahrt in den Bosporus ist beeindruckend und einfach ein MustHave für Istanbul.

Danach packt uns der Hunger und wir essen eine Kleinigkeit in einem Lokal am Weg zur Hagia Sophia.

Da der Weg auf der Karte nicht so weit aussieht spazieren wir Richtung TopKapi bzw. Hagia Sophia und erhaschen wieder eine schöne Anblicke.

Es ist doch etwas weiter und wir stellen uns recht blöd an was den Eingang zur Hagia Sophia angeht. Aber wir schaffen es.

Den Top Kapi Palast lassen wir aussen vor und gehen dann doch gleich in die Hagia Sophia.

Beeindruckend irgendwie aber auch wieder nicht. Wenn man mal Sakralbauten wie das Strassburger Münster gesehen hat dann ist man mit den Erwartungen gleich recht hoch. Aber trotzdem schön mal gesehen zu haben.
Die blaue Moschee schnappen wir dann auch gleich noch. Ist aber grade schwer in Restaurierung.

Danach sind wir bereits etwas schlapp und haben beschlossen in unseren „wilden Viertel“ noch was essen zu gehen. Vorher noch ein wenig am Platz ausrasten und mit den neuen Freunden spielen.

Danach, wie bereits angemerkt, sehr positive Erfahrungen gemacht mit dem Kellner eines naheliegenden Lokales. Statt uns einen Tisch auf der Terasse zu geben führt er uns in den dritten Stock und zeigt uns die Dachterasse die wirklich schön war und sehr chillig eingerichtet. Dort speisen wir dann genüsslich und wissen, dass wir nur wenige Schritte zurück zum Wohnwagen haben.

 

 

 

 

 

Tag #7 Anreise Türkei, Istanbul

Samstag, 10. August

Nun ist es also so weit, dass wir in die Türkei einreisen werden. Zuvor nutze ich noch das ländliche Umfeld um meine 10km in einem Morgenlauf abzuspulen. Etwas groggy da meine Frau und ich am Vorabend den Wein recht genossen haben.

Eine kleine Skurrilität entdecke ich beim Laufen. Mitten ins Niemandsland wurde ein hochmodernes Museum mit Hilfe von Japan gepflanzt. Kein Mensch kennt das und die Angestellten langweilen sich. Sogar das Japanische Prinzenpaar war bei der Eröffnung da. Das Geld wäre in Bildung, Kinderversorgung oder was weiss ich wohl etwas besser aufgehoben gewesen.

Zeitig versuchen wir abzureisen da wir nicht wissen wie es sich an der Grenze verhält. So verlassen wir als das gemütliche, herzliche Plätzchen und starten Richtung Grenze. LPG wird nachgetankt da ich nicht weiss wie gut die Versorgung sein wird.

An der Grenze ist nicht allzuviel los aber wir sehen schon, dass es etwas dauern wird.

Besonderheit ist, dass zusätzlich zum Reisepass auch die Fahrzeugpapiere und grünen Versicherungskarten (ACHTUNG! TR darf nicht durchgestrichen sein!) kontrolliert werden. Ausserdem wird das Fahrzeug mit dem man einreist in den Reisepass eingetragen und man kann nur mit eben diesem wieder ausreisen. Alles in allem aber kein Problem und alle waren sehr freundlich wenn auch nur rudimentär dem Englischen mächtig.

Die Fahrzeugkontrolle an der Grenze erfolgt sehr professionell in einer Box wo auch unter das Fahrzeug geschaut wird. Schell, effizient und alles OK. Gleich danach fährt man an eine PTT Filiale an der Strasse um das HGS (Türkisches Mautsystem) zu kaufen. Hier tadelloses Englisch und in Euro zu begleichen. Türkische Lira hatten wir noch keine. Der HGS Streifen muss dann am Innenspiegel befestigt werden wo er automatisch ausgelesen und abgebucht wird. Geht das Guthaben zu Ende kommt eine SMS. Ist aber bei uns nicht geschehen. Braucht man auch wenn man über die Bosporusbrücken fahren will. Nachdem all diese Hürden überwunden sind gehts runter nach Istanbul. Alles gute Autobahn mit wenig Verkehr und unspannender Gegend. Ein paar witzige Schnappschüsse von der Autobahn gibts aber.

Bereits die Einfahrt Istanbul zeigt, dass es sich um eine große Metropole handelt. Der Verkehr ist zwar recht stark aber kein Problem. Die Gegenseite zeit da schon mehr Stau.

Das TomTom Navi bringt uns Pipifein zum Standplatz den wir bereits mit Spannung erwarten und der auch sensationell mitten in der Stadt liegt. Wir werden sofort ganz nett bei den Schranken reingewunken. Sofort hilft uns jemand beim Rangieren und völlig unerwartet gibts auch Strom. Dusche, WC sind natürlich schon basic aber ich habs nicht so gut erwartet. Der Platzwart bemüht sich sehr und preislich sind 80 TL für Wohnmobile und 120 für WW und KFZ voll in Ordnung (TL einfach durch 6 dividieren dann ist man halbwegs dabei). Der Platz wird rund um die Uhr gut bewacht und ausserdem bei unserem Eintreffen fast leer.

Voller Spannung machen wir uns trotz der Reise sofort auf in die Stadt und sind auch sofort begeistert. Man elrnt Istanbul gleich von der wilden und ursprünglichen Art kennen weil man nicht sofort im touristischen Bereich ist. Es ist laut, heiss, wild, voll. Es wird gegessen, gehandelt, gebetet, die Muezzine rufen in die Stadt. So spannend. Wir lassen uns treiben da wir gar keine  Plan für heute haben. Alle sind sehr freundlich. Es gibt genug Wechselstuben und so finden wir ein erstes Kaffee wo wir uns hinsetzen und mal ein bissl die Stadt sacken lassen. Einfach spannend die Einheimischen (definitiv keine Touris) zu beobachten. Der junge Kellner fragt ob wir WiFi haben wollen und tippt gleich das Passwort in mein Handy…

Gute Gelegenheit doch mal die Karte zu studieren um ein wenig einen Überblick zu bekommen.

Wir lassen uns wieder in den Strassen treiben.

 

 

Dann meldet sich auch schon der Hunger und wir finden eine Stand mit Hendln die man auf Fladenbrot serviert und einfach mit den Fingern isst. Man sitzt am Gehsteig und genisst. Das ist fotografisch schwer darzustellen aber das war einfach ein spezieller Moment. Der Standbetreiber hat auch erkannt, dass wir keine Einheimischen sind und sich sehr bemüht für uns einen Platz zu machen. Extrem nett. Auch hat er bemerkt, das wir nicht wussten was wir nachher mit unseren schmierigen Fingern machen sollten und hat uns so Zitrustücher gegeben. Wie die Einheimischen das lösen entzieht sich meiner Kenntnis.

Geflasht von den ersten Eindrücken sind wir zurück zum Stellplatz. Etwas relaxen…

War wohl ein starker Tag…:-)

Aber wir haben auch Freunde gewonnen. Mir persönlich sind ja Katzen immer lieber als Hunde und da sind wir in TR gut aufgehoben (Im Gegensatz zu BG und RO).

Die Vorfreude auf die Erforschung von Istanbul war jedenfalls schon gewaltig!

Tag #6 Kopriwschtiza, Plovdiv

Freitag, 9. August

Wie bereist angekündigt haben wir eine Entscheidung wegen Plovdiv getroffen. Diese Stadt (Kulturhauptstadt 2019) ist uns besonders ans Herz gelegt worden und wir wollen dem auch Rechnung tragen. Allerdings gibts für Camper nix. Also werden wir das auf der Durchreise erledigen und dann zum Camping Alexandrovo fahren. Hier die geplante Route.

Im Reiseführer wurde Kopriwschtiza als besonders sehenswert hervorgehoben. Ein Ort der vollständig unter Denkmalschutz steht. Ein Aushängeschild für die sog. Bulgarische Wiedergeburt. Auszug aus Wikipedia dazu:

Die Osmanen hatten eine eigenständige Fortentwicklung der Bulgaren unterdrückt. Es hat wegen der osmanischen Herrschaft in dieser Region nie eine RenaissanceReformationAufklärung oder bürgerliche Revolution gegeben. Die Bulgarische Wiedergeburt hatte im Gegensatz zu den nationalen Bewegungen der Nachbarvölker mit erheblichen äußeren Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch die geographische Nähe zu Konstantinopel, dem Machtzentrum des Osmanischen Reiches, waren die Bulgaren stärker als andere Balkanvölker dem Islamisierungsdruck ausgesetzt. Diese religiöse Prämisse hinderte lange Zeit auch die Schaffung einer ökonomischen Basis für einen gesellschaftlichen Aufstieg.[1] Die Anfänge der bulgarischen Wiedergeburt liegen in Makedonien.[2]

Für den Verlauf der Aufklärungsbewegung erwies sich jedoch eine andere Sachlage als besonders wichtig: die Dominanz der griechischen Kirche und Sprache im 17. und 18. Jahrhundert innerhalb des Osmanischen Reiches. Die Anfänge der bulgarischen Wiedergeburt sind also weniger in der direkten Abgrenzung zum Osmanentum, sondern vielmehr in der bewussten Distanzierung vom griechischen Einfluss zu suchen, der in allen Lebensbereichen präsent war. Der später resultierende politische Unabhängigkeitskampf richtete sich jedoch gegen den osmanischen Staat.

Wichtige Impulse kamen aus den Emigrationszentren – von den Städten nördlich der Donau (BrăilaBukarest), von den bulgarischen Kolonien in den großen Handelszentren (OdessaSmyrnaKonstantinopel) und den bulgarischen Klöstern (RilaZografou und Chilandar).

Die Fahrt dorthin ist malerisch und der Ort wirklich auch wieder ein Juwel. Direkt bei der Orteinfahrt gibts einen großen fast leeren Parkplatz wo wir das Gespann fein parken können,

Hier nun ein paar Einblicke:

Weiter geht die malerische Fahrt etwas hügelig und nicht immer optimal ausgebaut in Richtung Plovdiv.

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Und es gibt, ähnlich wie in Rumänien, sehr auffällige orthodoxe Kirchen.

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In Plovdiv stellen wir das Gespann auf einen Sportparkplatz der unbewacht aber gratis ist und nehmen der Einfachheit halber ein Taxi in die Altstadt (3 LEV). Hier wieder ein paar Eindrücke. Eine (Im Zentrum) sehr hübsch herausgeputzte Stadt mit viel Bulgarischer Wiedergeburt. Aber irgendwie hat man den Eindruck, dass alles ein bissl schön gemachte Fassade ist. Fast schon potemkische Anmutung. Wir geniessen es trotzdem und nehmen auch einen Snack zu uns bevor wir wieder mit dem Taxi zurück unser Gespann noch komplett vorfinden und zum empfohlenen Campingplatz Alexandrovo fahren.

Die Fahrt ist unkompliziert und schön und führt uns bereits in Richtung Türkei. Der Platz wird von einem Englisch/Japanischen Ehepaar mitten im Nirgendwo geführt und ist sehr herzlich und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Optimaler Platz um unseren letzten Abend in Bulgarien ausklingen zu lassen.

Wir sind gespannt wie die Einreise in die Türkei, der Stellplatz in Istanbul und natürlich die ganze Stadt auf uns wirken wird.

Tag #5 Wandern und Natur

Donnerstag, 8. August

Nach einigen Tagen die entweder „on the Road“ oder in schönen Städten verbracht haben dachten wir uns es wäre auch schön mal etwas in der Natur zu machen. Der Bulgarien Reiseführer hebt das Iskar Tal (In dem wir eh schon campen) als besonders schön hervor und eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall (Bulgariens 2. höchster mit etwa 87m).

Zuerst gibts einen Morgenlauf. Nicht ganz einfach hier am Land eine Strecke zu finden und die Nerven werden durch bellende, zum Zaun stürmende Hunde nicht gerade geschont. Aber man bekommt auch einen Eindruck wie hier gelebt wird. Allerdings wird man eher wie ein Alien betrachtet da Körperertüchtigung hier keinen Stellenwert neben der harten Arbeit hat.

Nach dem Lauf gibts ein gemeinsames Frühstück und wir brechen auf in Richtung Svoge wo die Wanderung zum Wasserfall starten sollte. Am Weg gibts noch eine LPG Tankstelle die wir gleich nutzen. Wie so oft entspinnen sich an der Tankstelle unter LPG Fahrern Gespräche und so stellt sich heraus, dass wir das Auto an der Tankstelle lassen können und von dort in den Ort spazieren und den Weg zum Wasserfall finden.

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Im Ort versuchen wir das zu erfragen aber irgendwie kommen wir nicht weiter. Also zurück zum Auto und im Reiseführer nochmals studiert. Falscher Ort, falscher Bahnhof. Erst im nächsten Ort scheint der Weg dann angeschrieben. Also weiter nach Gara Bov. Und wahrlich. Hier ist der Weg zum Skaklya Wasserfall beschrieben. Laut Reiseführer eine Stunde hinweg. Was im Reiseführer nicht steht ist, dass es durchgehend recht steil bergauf geht. Nun bin ich dankbar für meine gute Kondition und wir marschieren durch den Wald immer weiter rauf. Wunderschön ist es hier.

Wirklich gut ausgebauter und gekennzeichneter Weg,

Und auch schon eine gewisse erschöpfung am Weg nach oben.

Aber das Ziel lohnt sich. Natürlich ist im August hier wenig Wasser aber es ist kühl und beeindruckend.

 

Und auch das schöne Gefühl „was getan“ zu haben. Mit wundervollem Ausblick. Etwas Natur.

 

Erschöpft (Es ist auch nicht gerade kalt) erreichen wir wieder das Auto und machen uns auf den Weg den sogenannten Iskar Durchbruch abzufahren.
Schön ausgebaut mit wenig Verkehr ergeben sich wunderbare Ausblicke.

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Die Stadt am Ende der Route (Mesdra) lädt gar nicht zum Verweilen ein da es sich um eine gesichtslose Industriestadt handelt. Also retour durchs das schöne Tal. Im Vorbeifahren ist uns ein recht ordentlicher Supermarkt aufgefallen dem wir einen Besuch abstatten und zurück am Platz grillen wir uns feine Burger. Hunger hatten wir ja definitiv nach diesem Tag.

Ausserdem diskutierten wir das sog. Plovdiv Problem das darin besteht, dass es dort keinen Campingplatz und auch keinen  ordentlichen Stellplatz gibt. Aber wir haben eine Lösung gefunden die ich morgen zeigen werde.

Tag #4 Sofia

Mittwoch, 7. August

Der heutige Tag ist Sofia gewidmet. Da ich heute den Morgenlauf auslasse beschliesse ich einen ausgiebigen Spaziergang hier rund um den Campingplatz zu machen. Man sieht auch hier, dass es eine einfache Gegend ist. Das Hundeproblem hat zwar keine Rumänischen Ausmasse aber es ist auch nicht so klein.

Wie schon erwähnt liegt unser Platz recht idyllisch auch wenn die Wasserqualität des angrenzenden Flusses eher schauerlich (stark eutrophiert) ist.

Der Reiseführer hält sich etwas bedeckt was Sofia angeht. Aber wir starten frohgemut die etwa 25km in die Stadt rein. Der erste Parkplatz aus dem TomTom stellt sich gleich mal als nicht vorhanden heraus. Schon beim Reinfahren kann man erkennen, dass Bulgarien auch rund um Sofia noch ein sehr armes Land ist.

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Es gibt auch kaum Strassenschilder in unserer Schrift was die Orientierung nicht einfacher macht aber das TomTom versieht seinen Dienst wieder sehr ordentlich. Schliesslich finden wir auch einen guten zentralen Parkplatz der gegen geringe Gebühr zur Verfügung steht.

So starten wir unseren Rundgang und verlassen uns auf unseren Balkanstadt Instinkt um die wichtigen Dinge zu entdecken was auch gut funktioniert.

Und es ist immer auch mal Zeit für einen netten Kaffee.

Und weiter gehts durch die Stadt die noch viel Autoverkehr zulässt und nur wenig FuZo anzubieten hat. Aber wir finden die Markthalle.

Hier gönnen wir uns einen kleinen Happen.

Gleich hinter der Markthalle finden wir die schöne Synagoge die zu den größeren in Europa zählt. Darf nach intensiver Durchsuchung auch besichtigt werden.

Immer wieder faszinierend. Dann entdecken wir doch eine kleine FuZo mit den üblichen Geschäften.

Eine Menge Ausgrabungen gibt es auch in Sofia zu bestaunen.

Sobald man die Hauptpfade verlässt wird es gleich viel Spannender.

Langsam gehts zurück zum Auto.

Danach gibts noch einen Einkauf in einem größeren SuperMarkt und dann gehts zurück auf einen gemütlichen Abend am Campingplatz.

Party Club ist etwas witzig auf dem Schild. Es ist ein ruhiger und angenehmer Platz. Dusche, Waschraum und WC ist ein Raum. Aber immer Warmwasser und wir sind an einfache Sanitäranlagen gewöhnt.

Tag #3 Zemun (Belgrad) und Reise nach Sofia

Dienstag, 6. August.

Der Tag beginnt mit einem Morgenlauf den ich bereits am Vortag gelaufen bin. Dabei bin ich auch in die Wohnviertel hineingelaufen und finde wie so oft sehr saubere Viertel mit leeren völlig zugemüllten Stücken dazwischen. Diese Diskrepanz ist eigenartig.

Nach dem Lauf bereiten wir uns unser Lieblingsfrühstück zu. Baked Beans, Speck und Eier. Das stärkt auch für einen längeren Reisetag.

Da ich im Mai nicht die Gelegenheit hatte den Stadtteil Zemun von Belgrad anzusehen wollen wir das heute nachholen. Wir beschliessen aber auch, dass wir das eher kurz halten und uns dann auf die Reise nach Bulgarien begeben. Zemun ist nur wenige Kilometer vom Campingplatz weg und ein ehemals selbstständiger Ort an der Donau der gerade hergerichtet wird. Die Parkplatzsuche wird durch einen netten Einheimischen beendet der uns einfach vor seiner privaten Einfahrt parken lässt gegen ein paar Münzen. Mit eine 6m langen Auto ist man da schnell dankbar.

Also marschieren wir los und schauen uns ein wenig um.

 

Wir fahren zurück zum Camp Dunav und starten mit unserem Eriba auf die Reise nach Sofia.

Die Autobahn bis Nis ist uns ja bekannt. LPG ist wieder überall zu bekommen und weiterhin sehr günstig. Wir gewöhnen uns daran danach zu schauen.
Dann gibt es vor der Bulgarischen Grenze ein Stück wildes Tal. Sehr hübsch anzusehen und trotz allem unkompliziert zu fahren. Auch weil es wenig Verkehr gibt.

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Bereits kurz darauf erreichen wir die Bulgarische Grenze. Wenig ist hier los daher können wir auch schnell passieren.

 

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Gleich nach der Grenze gilt es die aktuelle elektronische Vignette für Bulgarien zu kaufen. Unkompliziert und in Euro bezahlbar.
Weiter geht es über eine mehrere Kilometer lange Kopfsteinpflasterstrasse die wirklich mühsam ist und ich bin froh über den Federweg und Federkomfort unseres Autos. Dann geht es Richtung Sofia auf Schnellstrassen und schliesslich Autobahnen.

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Da Sofia keinen klassischen Stadtcampingplatz besitzt und wir keine Stellplatzfreunde sind fahren wir nach Novi Iskar auf den Platz Ribkata. Seehr idyllisch gelegen direkt an einem Bach. Einfachster Standard aber sehr freundlicher Empfang. Schnell noch gekocht und ein wenig zusammengesessen und über die neuen Eindrücke geratscht. Der nächste Tag wird für Sofia geplant.

Der kleine und günstige CampingGaz Kocher für draussen bewährt sich sehr da vor allem geruchsintensive Sache draussen gekocht werden und es ja auch lustiger ist im Freien.